Fördern statt Unterfordern!

Presseschau (incl. Videos) zu den Wiesbadener Tage für Menschen mit Behinderung

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Der Rollstuhl ist nicht Endstation  – im Wiesbadener Kurier (Mi., den 3.9.2014)
BEHINDERTENTAGE Informationen und Unterhaltung auf dem Schlossplatz

WIESBADEN – Die zweiten Wiesbadener Behindertentage finden am kommenden Samstag und Sonntag, 6. und 7. September, auf dem Schlossplatz statt. Gestartet werden sie am Samstag um 12 Uhr von Rose-Lore Scholz, Dezernentin für Schule, Kultur und Integration, sowie Maiko Büchl, dem Gründer und Ersten Vorsitzenden des veranstaltenden Vereins „Interessenverband für Menschen mit Behinderung” (ivfmb). Unter der Schirmherrschaft der Wiesbadener Bundestagsabgeordneten Kristina Schröder sollen sie die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren, „dass es jeden treffen kann“, sagt Büchl: Der junge Mann leidet nach einem schweren Schädel-Hirntrauma infolge eines Verkehrsunfalls unter Beeinträchtigungen und setzt sich seit Jahren unter dem Motto „Fördern statt unterfordern“ für die Gleichberechtigung Betroffener in allen Lebenslagen ein.

Folglich stehen deren Leistungsfähigkeit ebenso im Mittelpunkt des zweitätigen Geschehens vor dem Rathaus wie die Einschränkungen. Es informieren also Menschen mit Behinderung über ihre Probleme im Alltag und es treten namhafte Sportler wie der sechsfache deutsche Paragolfmeister Jens Maspfuhl und mehrere Rollstuhl-Basketballerinnen der Paranationalmannschaft auf. Sie beweisen, so der Veranstalter, „dass Rollstuhl keine Endstation sein muss“.

Besucher, die an den Infoständen verschiedene Aufgaben lösen, können an der abschließenden Verlosung attraktiver Gewinne teilnehmen. Neben Informationen, darunter ein Vortrag über persönliche Erfahrungen einer Betroffenen auf dem Arbeitsmarkt, garantiert ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm gute Unterhaltung. Während Porky, Ruhestörung (Evim), Chris & Taylor, die sechsjährige Maxime Schuster, die Helene-Fischer-Songs singt, und viele andere für musikalische Untermalung sorgen, stehen für das leibliche Wohl die hessischen Spezialitäten Handkäse und Apfelwein bereit sowie Würstchen, Bier und Wein. Die Einnahmen kommen dem ivfmb zugute.

(Angelika Eder vom Wiesbadener Kurier)  Link zum Zeitungsartikel 

 


 

 

Behindertentage auf dem Wiesbadener Schlossplatz   – Wiesbadener Kurier (Mo., den 8.9.2014)

WIESBADEN – „Ich bin zu 100 Prozent schwerbehindert. Mehr Behinderung geht nicht, und trotzdem führe ich ein erfülltes, glückliches Leben“, sagte Jens Maspfuhl auf den 2. Wiesbadener Behindertentagen des Interessenverbands für Menschen mit Behinderung (ivfmb). Auf dem Schlossplatz unterstützte der sechsfache deutsche Meister im Paragolf die Veranstaltung unter der Leitung des ivfmb-Vorsitzenden Maiko Büchl: Sie sei bestens dazu geeignet, Menschen mit und ohne Behinderung ins Gespräch kommen zu lassen und Berührungsängste abzubauen.

Positive Ausstrahlung

Maspfuhl sitzt nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall mit Fahrerflucht, bei dem er einen Genickbruch erlitt, seit zehn Jahren im Rollstuhl und kämpft mit Engagement und einer beeindruckend positiven Ausstrahlung für die Gleichstellung Betroffener. Von den „Behindis“, wie er sich und andere Menschen mit Handicap liebevoll bezeichnet, erwartet er, dass sie das Beste aus ihrer Situation machen, „denn wir haben nur dieses eine Leben!“ Für alle Betroffenen verlangt er, sie nicht „in Watte zu packen“ und zu Frührentnern zu machen, wenn sie arbeiten wollten. Gegenüber demonstrierte der 43-jährige Tom Riehl, ebenfalls an den Rollstuhl gebunden, mit seiner speziell ausgebildeten Vita-Helferhündin Kate, wie das Tier seinen Alltag erleichtert: Der Golden Retriever hebt sein heruntergefallenes Etui auf, bringt das Handy oder öffnet Türen. „Viel wichtiger aber ist, dass Kate einfach nur da ist, dass ich ihretwegen raus muss und dank ihr mit Leuten ins Gespräch komme.“ Ein paar Meter weiter bot Alexander Behrens vom Sanitätshaus Kunze Fußgängern die Möglichkeit, sich einen Eindruck vom Rollstuhlfahren zu verschaffen: Sie sollten sich hineinsetzen, selbst über den Platz fahren und nebenbei etwas zu essen besorgen.

Zuschauer tanzen mit

Währenddessen führten Jungschauspielerin Helena Steiger und Maiko Büchl durch das unterhaltsame Bühnenprogramm, mitreißend vom Tanzstudio La Ninja mit Zumba-Vorführungen gestartet. Darüber, dass Zuschauer sofort mittanzten und sich eine fröhliche Stimmung ausbreitete, freute sich der für die Veranstaltung verantwortliche Maiko Büchl am meisten. Er konnte stolz auf seine Organisation sein, auch wenn er viele Absagen bekommen hatte. Dazu Büchl, der trotz schwerster Kopfverletzungen nach einem Verkehrsunfall und relativ starker körperlicher Einschränkungen eine ebenso positive Lebenseinstellung wie Maspfuhl hat: „Nächstes Jahr werden sich sehr viel mehr beteiligen, wenn sie sehen, wie gut das hier läuft!“

(Angelika Eder vom Wiesbadener Kurier)  Link zum Zeitungsartikel


 

Video zum Zweiten Behindertentag in Wiesbaden

Maiko Büchl und Jens Masspfuhl teilen in diesem Kurzvideo auf dem zweiten Behindertentag – in live aufgenommen – ihre Botschaften in Kurzform mit.

 


 

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