Fördern statt Unterfordern!

2016/10/22
von Andreas Hess
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Umsetzung der UN-Kinder- und Behindertenrechtskonvention bei der Novellierung des Sächsischen Schulgesetzes?

Das Team „Das Kinderrechtebüro/Sa.“ von der Freien Elterninitiative Chemnitz ist der Meinung, dass der Entwurf des sächsischen Schulgesetzes weiterhin auf Ausgrenzung und Absonderung, auf der Normierung von Individuen hinausläuft.

Im derzeit stattfindenden Bürgerdialog stößt auch das Thema „Inklusion“*, die Voraussetzung für die Umsetzung beider UN-Konventionen, auf großes Interesse. Leider spiegelt der zur Diskussion stehende Entwurf – deren Ansicht nach – dieses Anliegen überhaupt nicht wider. Nun besteht die Chance, auch dort die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, um den Inklusionsgedanken in die Schulen hineinzutragen.

Mehr … (Link zur Quelle)

*Inklusion ist keine spezielle Form von Integration und hat nichts mit dem besonderen Umgang mit einer Menschengruppe zu tun.

2016/10/12
von Andreas Hess
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Wechsel der Sachbearbeiterin und plötzlich wurde alles in Frage gestellt!

Ein Jugendlicher mit einer schweren Behinderung machte nur langsame Fortschritte.

Der Vater selbst schrieb: “Wutausbrüche wurden weniger, die schulische Leistung stieg. Klar es waren immer nur Zentimeter und keine Meter, die er gemacht hat, aber besser als nichts. Das Ziel der Wohngruppe ist es, Bastian so fit zu bekommen, dass irgenwann ein Leben bei uns in der Familie möglich ist.”

Plötzlich wurde alles in Frage gestellt. Ist die Einrichtung richtig für den Jugendlichen? Wird ihm dort überhaupt ausreichend geholfen?

Die Untersuchung ergab, dass noch eine halbe Stelle mehr eingesetzt werden könnte, um die Maximalversorgung zu gewährleisten. Doch für das Amt kam nur ein Umzug in Frage – gegen Einschätzungen von Psychologen – so wie als ob Psychologen keine Ärzte wären.

Dann erfuhr der Vater, dass er “zwei vorgeschlagene Termine zur Besichtigung einer anderen Einrichtung sowie einen Gesprächsterminnicht wahrgenommen hätte. Er wußte aber davon nichts, hatte sogar einen Besichtigungstermin vor sich, als er das Schreiben bekam, mit dem sein behinderter Sohn kurzerhand zu ihm nach Hause vor die Türe gesetzt wurde.

Schöne neue Welt … so eine “Terminsache” kann Ihnen und Ihren Angehörigen auch blühen, oder etwa nicht?  Lesen Sie selbst (Link zur Petition).

2016/09/05
von Maiko Büchl
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Peter Peeters zu seinem Recht geholfen geholfen noch unter unserem Altnamen Ivfmb

Bericht Peeters

Herr Peter Peeters aus NRW bekannt u.a. durch Facebook klagte lange für sein Recht Behindertenparkplätze nutzen zu dürfen!                                                                                                               Geldern, den 26 November 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchten wir DANKE sagen.

Ich heiße Peter Peeters und komme aus Geldern.

Ich bin in 2013 an Krebs erkrankt. Im Januar 2014 wurde deshalb das rechte Bein incl. rechte Hüfte und Becken amputiert. = Hemipelvektomie.

Dann kam der große Kampf mit den Behörden der Kreis Kleve, die mir trotz HEMIPELVEKTOMIE das aGB  verweigerte.

Nachdem ich mit meinem Fall an der Öffentlichkeit gegangen bin, ist Herr Hess vom Interessenverband für Menschen mit Behinderung auf uns aufmerksam geworden und erzählte es dem 1. Vorsitzenden Maiko Büchl.

Dieser ist dann mit uns in Kontakt getreten. Er hat es dann an der Schirmherrin der Wiesbadener Behinderten Tage Frau Dr. Schröder weiter gegeben und diese ist dann mit Herr Pofalla in  Kontakt getreten. Da wir in seinem Wahlkreis leben.

Über diesen langen Weg sind wir dann doch zum Erfolg gekommen  in der kurzen Zeit seid bemühen des Ivfmb´s.

Nochmal vielen lieben Dank für Ihren Einsatz.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniela und Peter Peeters

2016/07/26
von Andreas Hess
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Am 28. Juli Welt-Hepatitis-Tag – Aufklärung, Prävention, Tatkraft

Aufklärung, Prävention, Tatkraft im Kampf gegen Hepatitis.

Weltweit leidet einer von zwölf Menschen an chronischer Hepatitis B oder C. Die wenigsten wissen davon. Je früher die Infektion entdeckt wird, desto besser lässt sie sich therapieren.

Hepatitis A ist eine typische „Reisekrankheit“, Hepatitis B kann chronisch werden. Gegen Hepatitis A und Hepatitis B gibt es wirkungsvolle Impfungen. Und nun gilt Hepatitis C auch als heilbar.  Auf Lebertest.de wird über Risikofaktoren informiert und eine Einschätzung der  statistischen Gefährdung gegeben.

Das Datum des Welt-Hepatitis-Tags war das Geb.datum des Hepatitis-B-Entdeckers Prof. Baruch Bloomberg.

Aktuell gültige Leitlinien zur Behandlung bei Hepatitis C. bei der Online-Selbsthilfegruppe seit 1997.

 

2016/05/04
von Andreas Hess
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5. Mai – Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Dieser Artikel soll persönlich erlebte Zurücksetzungen nicht bagatellisieren. Es ist eine Einführung zum nicht wegdiskutierbaren Kern der Sache.

Wie sieht es denn eigentlich aus, wenn eine Gruppe von Menschen in der Öffentlichkeit für ihre Belange wirbt? Es müssen nicht Menschen mit Behinderung gemeint sein, es können Frauen sein oder auch ganz einfach Erwerbstätige, die Gerechtigkeit einfordern.

Es liegt auf der Hand, dass es im Grunde genommen um Umverteilung geht. Denn mit Worten alleine kommt man nicht weit. So kommen gleich auch Fragen hinterher wie: Wer soll hier nachgeben? Wer soll die Forderungen bezahlen? Kann das auch ohne Geldmittel gelöst werden?

Und dabei brummt die Wirtschaft. Wenn auch die statistischen Zahlen bekanntlich schöngerechnet wurden, bestätigt die aktuelle Rentenerhöhung das freundliche Gesicht der derzeitigen Situation für die Meisten. Wenn man von den Herausgerechneten absieht, wird da etwa auf hohem Niveau gejammert? Was hat sich denn im Vergleich zu früher verschlechtert?  Wir alle, auch die Einkommensschwachen – wenn auch nicht unmittelbar – profitieren doch vom technischen Fortschritt.

Nunja, man sieht, hört und liest schon von Mängeln, wenn man genauer sucht. Doch das hat sich niemand extra ausgedacht. So ein bisschen Flexibilität muß man ja der Verwaltung auch zugestehen, die doch auch über Haushaltsgesetze dazu angehalten wird, im Voraus zu planen und dies findet ja auch in einem demokratischen Prozess statt.

Inkonsistente Regeln

Sucht man doch weiter nach möglichen Gründen, so kommt man irgendwann darauf, dass es im Dschungel an Regeln und Gesetzen mitunter groteske Konstellationen geben kann, die einander widersprechen.

Zum Beispiel ist der Hauptkritikpunkt des Blindenverbandes der, dass die Blindenhilfe nach wie vor nur dann gewährt werden soll, wenn ein blinder Mensch die Voraussetzungen für Sozialhilfe erfüllt. Bei der Eingliederungshilfe dagegen sollen die strengen Regeln für die Anrechnung von Einkommen und Vermögen gelockert werden. Auch wenn man hier austritt und dort eintritt, die Blindheit bleibt – die zusätzlichen Belastungen und Bedürfnisse.

Es geht also um einander entgegenstehende Regelungen, die keine Einzelfälle sind wie zum Beispiel der Eintrag “Persönliches Budget – Probleme in der Praxis” (Link) in der Wikipedia als beispielshaftes Indiz für diese Annahme zeigt.

Die Proteste beziehen sich also zum Teil – objektiv gesehen – auf die Harmonisierung der Regelungen, was ja im Zeitalter der Globalisierung zum Prozess gehört. Es liegt dabei in der Natur der Sache, dass internationale Vermögenssteuerabkommen vorrangig behandelt werden, um die Kassen zu sanieren. Und deshalb ist eine Erinnung von Seiten der “Kleinen” durchaus angebracht.

Eindruck: Wie es jedem gerade so passt

Verwässert wird dieses Anliegen teilweise durch die Vielfalt an Behinderungsformen und verschiedenen Qualifikationsstufen bis hinauf zu einer blinden Anwältin, bei der die Sparobergrenze von 2500,-€ im Verhältnis zur beruflichen Qualifikation widersinnig ist, Sie wird so – im Vergleich zu ihren Kollegen – zurückgesetzt. Diese Uneinheitlichkeit beim Sozialrecht und der in der Arbeitwelt vorhandenen Situation ist also so ein Punkt, der Menschen mit Behinderung den Einstieg in das Berufsleben erschwert – und das soll nicht sein.

Doch die Vielfalt an Behinderungen führt zu unterschiedlichen Maßstäben. Und wenn man den Belangen einer bestimmten Gruppe gerecht geworden ist, kann dies nicht einfach so ohne Prüfung auf andere Behinderungsformen übertragen werden. Diese Gerechtigkeit kann dann so ausufern, dass für die Sachbearbeiter die gesetzliche Situation vollends unübersichtlich wird. Denn weiß jemand, wieviele Behinderungen es eigentlich gibt und in wieviele Grade sie sich unterteilen lassen? Und sind Menschen mit niedriger Frustrationstoleranz nicht schlimmer dran als die mit höherer Tolerenz? Es ist ein Faß ohne Boden. Wenn die Zeit für die Überarbeitung der Gesetzte falsch bemessen wird, gibt es Mängel – wie auf jeder Baustelle auch. Eine Abnahmeregelung für den Souverän gibt es allerdings nicht.

Überarbeitung statt Neuanfang?

Fügt man einem,…

  • durch Regeln eingeschränkten und
  • durch äußere Umstände getriebenen System mit geringen Spielräumen weitere Systemzwänge hinzu,
  • mit der guten Absicht, Fehlentwicklungen zu korrigieren und die Gesamtrichtung zu verbessern,

… sind die Beharrungskräfte nun einmal sehr groß.

Dieser Protesttag zur Gleichstellung entspricht dem Wunsch nach einer einheitlichen Lösung im Zeitalter der Globalisierung. Und diese Vereinheitlichung erfordert eine behörden- und auch länderübergreifende Abstimmung. Die Soveränität der Länder schreibt jedoch eine Prozedur vor, weswegen Änderungen durch Verwaltungsvorschriften verlangsamt und damit auch teuer werden.

Dazu kommt, dass nach einer ersten Verbesserung weitere Forderungen erhoben und dadurch die Regeln und Rechtssprechung zum Spielball der Interessen werden könnten.

Dieser Eindruck kann vermieden werden, wenn die mitunter vernommene Forderung nach der Neugliederung des Bundesgebietes als Gelegenheit verwendet wird, um gleichzeitig die Rechtsprechung (PS: nicht nur bezüglich der Menschen mit Behinderung) zu harmonisieren.

Dies käme zwar später, dürfte aber Vorbehalte in Sachen “Gesetzwerk nach Gusto und Belieben” entkräften – wenn wir jetzt hier mal von anderen Lobbygruppen absehen!

Damit die bis heute offenbar gewordenen Widersprüche beseitigt werden, müssen die von Menschen mit Behinderung als unnötig empfundenen Belastungen auch von den Beamten ohne Behinderung gut verstanden werden. Die Kommunikation darüber scheint nicht gerade glücklich zu verlaufen.

Das Studium der derzeit geäußerten Kritiken (1) (2) (3) am geplanten Teilhabegesetz bei Kobinet-Nachrichten lässt vermuten, dass die meisten Probleme auf die Größe der Rückstellungen zurückzuführen sind, die mit den Gesetzesänderungen verbunden sind. Denn eine solche Störrigkeit denkt sich ja niemand aus, der keiner exklusiven Gruppe angehört, oder?

Deshalb richtet sich der Europäische Protesttag nicht nur an die Politik alleine, sondern auch an die Gesellschaft – als Denkanstoß.

Hier ist so einer.

ZITAT  “Private Haushalte wendeten im Jahr 2013 für die unbezahlte Arbeit 35% mehr an Zeit auf als für die bezahlte Erwerbsarbeit. Anfang der 1990er-Jahre waren es sogar fast 50 % mehr. ” Quelle Norbert Schwarz und Florian Schwahn: Entwicklung der unbezahlten Arbeit privater Haushalte (pdf). In: Wirtschaft und Statistik, Heft 2/2016

Der Leser mag dies interpretieren und auch Lösungen überlegen.

PS: Der Artikel kann Spuren von Sarkasmus enthalten.

Andere Artikel zum Tag

5. Mai: Protest oder Aktion?(Link) auf 
kobinet-nachrichten.org

Aktionstag 5. Mai (link) auf dunital.eu
Krach schlagen für ein gutes 
Bundesteilhabegesetz (Link) auf dbsv.org

Kommentar von Ottmar Miles-Paul (Link) zum Stand
der Dinge zwei Wochen später auf kobinet-nachrichten.org

2016/03/19
von Andreas Hess
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Leben in Würde für ein schwerkrankes Kind aus Klarenthal

Eine Mutter in Wiesbaden-Klarenthal möchte ihr schwerkrankes Kind bestmöglich versorgen und bittet aus diesem Grund um eine ebenerdige Wohnung. Spenden seien ebenfalls willkommen. Denn das 17 Jahre alte Auto ist zu klein für das Einladen eines Rollstuhles.

Ein ausführlicher Bericht über Tobias und über seine seltene Krankheit (800 Einzelfälle in der BRD) findet sich jetzt in der Rhein-Main-Presse. Und auch bei der Rheingauer Volksbank wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

Uner dem Stichwort Tobias kann auf das Konto von Christine Kirsch eine Geldspende überwiesen werden.
IBAN DE39510915000000164240 BIC: GENODE51 RGG

Wir spendeten privat, hoffen darauf, dass die Leser sich auch einen Schubs geben und drücken die Daumen, dass Tobias in die Medikamentenstudie aufgenommen werden kann.